10. - 13. Klasse (Dauer: ca. 3 Std.)
Hafenwelt
Unsere Exkursionen für ältere Schülerinnen und Schüler legen zum einen den Schwerpunkt auf wirtschaftliche, technologische und logistische Fragen der globalen Seehafenwirtschaft. Zum anderen setzen sie Impulse für das Thema des nachhaltigen Transportes. Diese großen Exkursionen informieren über Topographie und Funktionen des Hamburger Hafens. Sie führen von den Landungsbrücken zu den modernen Terminalanlagen Waltershof.
System Hafen – die Containerepoche in Hamburg
Die Exkursion erzählt die Erfolgsgeschichte des Containers und führt zu den modernen Containerterminals in Waltershof direkt an den legendären Liegeplatz 1, an dem 1968, vor mehr als 50 Jahren, der erste Container umgeschlagen wurde. Heute werden an den Containerterminals in Waltershof Schiffe mit einer Kapazität von 24.000 Containern abgefertigt.
Der Container ist physisches Leitmedium der Weltwirtschaft und wurde damit zum Symbol der Globalisierung. Auf der Exkursion widmen wir uns dieser augenscheinlich ebenso banalen wie genialen Stahlbox, welche die Organisation globaler Transportketten erst ermöglicht. Dabei interessiert uns besonders die pulsierende Verkehrsschnittstelle am Waltershofer Hafen, wo alle Verkehrsträger um den Container wetteifern und die Gesamtinfrastruktur als technische Komponente für die Material-, Informations- und Wissensströme bedeutsam wird.
Zudem geht es darum, die organisatorische Komponente herauszuarbeiten, die auf einen effizienten Zeit und Kosten sparenden Einsatz des Containers abzielt und Einzelprozesse koordiniert und synchronisiert. Die Lernenden befassen sich also mit aktuellen logistischen Fragen: Wie erreichen die gigantischen Schiffe den Hafen, was alles ist notwendig für die reibungslose Abfertigung der Container? Wie funktioniert der rasche und ungehinderte Zugang zu Informationen und deren Handhabung auf digitalen Plattformen innerhalb eines globalen Netzwerks? Welche Herausforderungen und Innovationen werden gegenwärtig im Hamburger Hafen diskutiert?
Unterwegs gibt es eine Pause um Erlebtes zu reflektieren. Mit der Fähre gelangen Sie zurück zu den Landungsbrücken.
Ausgewählte Nachhaltigkeitsziele:

System Hafen – Transport und Klima – ein nachhaltiger Blick auf das System Hafen
Der Hafen Hamburg ist für globalen Güterströme eine wichtige logistische Schnittstelle und damit zentraler Ort für die Auseinandersetzung mit den Klimazielen der Freien und Hansestadt Hamburg.
Diese Exkursion ist offizielles und ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung und greift vor diesem Hintergrund den Hamburger Hafenentwicklungsplan 2040 (HEP2040) auf. Auf dem Rundweg durch den Hafen widmen wir uns ausführlich der Frage, wie globale Transportketten und die Ziele des Klimaschutzes zusammenpassen. Dabei interessiert uns auf der Exkursion besonders die Organisation nachhaltiger Transportketten.
Im Hafengebiet Waltershof befassen sich die Lernenden an den Containerterminals mit relevanten Bestimmungsgrößen: u.a. mit Transporteinheiten, -volumen und -modalitäten, den Entfernungen und der Auslastung. Zudem bewerten sie die Transportmittel und Umschlagsanlagen im Hinblick auf die CO2-Emissionen und nehmen dabei auch das europäische Wettbewerberumfeld in den Blick. Im Ergebnis stehen sowohl Strategien der global agierenden Reeder (wie z.B. deren Streben nach Effizienz) als auch am Gemeinwohl orientierte Forderungen verschiedener Interessensgruppen rund um den Hafen nach einer kollektiven Suffizienz zur Diskussion. So werden im Nahraum Auswirkungen von Globalisierung sinnlich erfahrbar: hier als Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Aktivität (zunehmender Transport, Schiffsgrößenentwicklung, Infrastrukturmaßnahmen) und Umweltverbrauch. Unterwegs gibt es Gelegenheit, Erlebtes zu reflektieren und konkrete Handlungsoptionen für den Klimaschutz abzuleiten.
Ausgewählte Nachhaltigkeitsziele:

Wir stellen mit unseren Exkursionen den Hafen Hamburg als exzellenten Logistikstandort vor, erörtern dabei Konzepte, Befunde und Probleme globaler Transportströme und machen die Menschen, die dort arbeiten, sichtbar.
Thomas Wellmann, der freundlicherweise die Nutzung erlaubt / www.wellmaus.com




